Ladetechnik des Ladeverbund+

Im Ladeverbund+ wird auf eine einheitliche, kundenfreundliche und sichere Ladetechnik gesetzt. Die Ladestationen sind mit Typ-2-Steckdosen mit einer maximalen AC-Leistung von je 22 kW je Ladepunkt ausgestattet. Um an den Ladesäulen laden zu können, wird Ladesäulen-seitig ein entsprechendes Ladekabel mit einem Typ-2- Ladestecker benötigt.

Der Ladeverbund+ setzt in Zukunft beim Wechselstromladen ausschließlich auf das Stecker- und Steckdosen-System auf Basis des Typs 2, da dieser sich mittlerweile als Standard durchgesetzt hat und wie nachfolgend beschrieben viele Vorteile aufweist. Eine leere 22 kWh-Batterie eines Renault Zoe beispielsweise kann dadurch innerhalb von eineinhalb Stunden vollständig aufgeladen werden.

Vereinzelt gibt es im Ladeverbund+ noch Ladesäulen mit SchuKo-Steckdosen. Als diese SchuKo-Ladesäulen installiert wurden, gab es keine Standards für Ladestecker. Diese Ladesäulen werden schrittweise durch entsprechende Ladesäulen mit Typ-2-Steckdosen ersetzt werden.

Datenblatt

Eigenschaft Kennwert
Gesamt Ladeleistung in kW 44
Gesamt Nennstrom in A 63
Anzahl Typ 2 Ladesteckdosen 2
Ladeleistung SchuKo Steckdose keine
Ladesteckdosen 2x Typ 2 32 A
Zugang SMS
LED Beleuchtung Grün Ladesteckdose ist frei!
LED Beleuchtung Blau Akku wird geladen!
LED-Beleuchtung Grau Ladepunkt ist außer Betrieb

Ladesäulen-Standard

Für die Wahl von Typ-2-Ladesäulen gibt es rechtliche, sicherheitsrelevante und technische Gründe.

Recht

Um das Problem der Vielzahl an Steckern für das Wechselstromladen zu lösen, hat der Gesetzgeber in der Ladesäulenverordnung einen Steckerstandard - den Typ-2-Stecker nach Norm DIN EN 62196-2 - festgelegt (vgl. Ladesäulenverordnung §3 Abs.1). Dadurch wird gewährleistet, dass Elektrofahrzeugfahrer an Normalladestationen immer nur mit einem Kabel laden können und keine Vielzahl an Kabeln beziehungsweise Adapter im Kofferraum mitführen müssen.

Sicherheit

Damit das Laden von Elektroautos gefahrlos erfolgen kann, bieten die Ladesteckvorrichtungen des Typ 2 ein mehrstufiges, redundantes Sicherheitskonzept. Beispielsweise wird durch die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladesäule sichergestellt, dass nur dann Strom fließt, wenn ein kompatibles Elektrofahrzeug an der Ladesäule angeschlossen ist. Der elektrische Schutz erhöht die Sicherheit an der Säule und während des Ladevorgangs.

Zudem wird der Stecker automatisch und sicher verriegelt. Dieser so genannte Wegfahrschutz schließt ein unbefugtes Entfernen durch Dritte kategorisch aus.

Technik

Der Typ-2-Stecker ist für das Beladen von Fahrzeugen ausgelegt. Leistungen von 22 kW und darüber hinaus können nur mit diesem Steckersystem erzeugt werden. Der Schukostecker wurde maximal für die Leistungsklasse 3 kW konzipiert. Infolgedessen eignet er sich für elektrische Geräte wie etwa Kaffeemaschinen und Staubsauger, die das Hausnetz nicht dauerhaft belasten. Für die Aufladung einer Traktionsbatterie eignet er sich nur begrenzt.